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Studien zur Kritik der Moderne
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gross. Die Kunst wird als Handel und Geschäft be-trieben. Viele wehren sich, aber Wenige haben denMuth und die Geduld der Entsagung. So verrathensie die eigenen Triebe und fügen sich in den gemeinenGeschmack. Eine feile Schönheit, welche mit denkläglichsten Instincten buhlt, wird gepflegt, und dieheimliche Lust, der einsame Wahn der edleren Seelenverstummen. Tapfere Kraft, die Grösse versprach,ergibt sich müde, und vermessene Stürmer enden alsDiener des Pöbels. Da ist das tiefe, gierige Heimwehnach einem freien Künstler von jener feineren Redlich-keit wohl begreiflich, da ist die dankbare Rührungder Guten begreiflich, wenn sich ein Tröster findet,der durch thätiges Beispiel hilft.

Maurice Barres hat einmal von stations ideologiquesgesprochen, wie man sonst von stations thermales spricht.AVie oft in der Erde heimliche Kräfte sind, heisseQuellen, Sclnvefel oder Salze, welche den Leib vonLeiden retten, so lässt an manchen Stätten die That,und AATrkung edler Menschen eine stille Hilfe zurück,eine wirksame Spur der Stimmungen und Fieber, dieaus ihnen hier entbunden wurden, zur Erweckung undErbauung der schwächeren Seelen. Eine solche Stätteist das Häuschen an der langen Döblingerstrasse, wodieser grosse, gute und vollkommene Künstler denreinsten Gesichten lebt, und wo heute, da er sechzigist, der Jubel der Stadt sich festlich drängen wird, in

einer schönen Wallfahrt um Kunst.

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Ferdinand von Saar ist am 30. September 1833 in Wiengeboren nnd, da er, kaum fünf Monate alt, den Vater verlor,im Hause seines Patlien, des Ilofratlics v. Nespern, mit seinemVetter August Hettenkofen, dem später so berühmten Maler,zusammen erzogen. Er lernte unter Helferstorffer bei den Schottenmit Franz Nissel und Siegmund Schlesinger in der nämlichenKlasse. Seit 1854 Oflicier, erst in Wien, dann in Prag-, quittirtcer nach dem italienischen Kriege, um nur seiner stillen Kunst