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Studien zur Kritik der Moderne
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L i 11 e r ;i t u r.

präzisen Ausdruck vermeidet, für dasUeberschwängliche,das in die Wolken hinauf verraucht, für den wirrenTronnnelschlag der grossen Phrase.

Aber nicht blos darum ist dieses Heftchen bemerkens-wertli, weil es dem Fremden einen handsamen Auszugder ganzen spanischen Moderne gibt, aus der er ihreArt und Unart deutlich vernehmen kann. Es enthältmehr. Es merkt eine Neuheit der spanischen Litteratur,die Achtung verdient, als ein verlässliches Zeichen,dass auch in Spanien der Naturalismus schon wiederbedroht und seine Herrschaft vorbei ist.

Es will von dem Naturalismus, dem noch vor einemJahre die ganze spanische Boheme fanatisch blind er-geben war, nichts mehr wissen. Es behandelt auch ihnschon gerade so wie die romantische und die klassischeTradition: als ausgediente und abgethane Schablone,mit der nichts mehr zu machen ist. Es sucht über dienaturalistische Formel hinaus nach einem fernen, unbe-kannten ideal novisimo, nach einer teoria romanticobrutal,welche lo sublimeylogrosero, das Erhabene und das Gemeineverbände. Wie im Leben die Seele unlöslich an demKörper hängt, auf eben dieser Zweifaltigkeit soll auchdie Kunst begründet werden:es soll eine Fusion derSeele Viktor Hugos mit dem Gehirne Emile Zolas sein.

Das ist noch ein bisschen undeutlich und wirr undwenn man gar hört, dass er von allen Dichtern nurTolstoj gelten lassen will, den er mit Viktor Hugovergleicht, so wird es leicht ganz unverständlich. Aberman erinnere sich des jetzt modischen Dünkels der jungenPariser gegen les pretentieux imbeciles de Vicole de Zola,erinnere sich des rastlosen Schlagwortes vom romanromanesque und der vielen Programme desneuenIdealismus. Man vergleiche diese Definition, welcheHuysmans neulich vom neuen Boman gab:Der Komanmüsste sich in zAvei Theile scheiden, welche gleichviel denZusammenhang bewahrten, den sie im Leben haben, in