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Studien zur Kritik der Moderne
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D a s j u n g c 0 e s t c r r o i c li.

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der Moderne oder, wie Neumann Hofer gesagt hat, derMann von Uehermorgen, welcher, nach MaximilianHarden,immer in der Zukunft lebt, in der Temperaturdes übernächsten Tages, können mich doch keinetreffen. Man sieht das Wesentliche nicht. Man wirddurch Posen betrogen, Avelche ich liehe, um die gutenLeute zu verblüffen, epaler les bourgeois, wie man inmeinem Quartier Pigalle sagt, oder wohl auch aus eitlerPrahlerei, neugierig, wie viel sie sich denn eigentlichvon einem Talente gefallen lassen, und vielleicht aucheinfach aus Reclame. Man vergisst, dass ich in einemPunkte anders als die Anderen und für mich hin. DieAnderen stellen ihre Natur auf eine einzige Note, undauf diese Note allein stellen sie ihr Werk; sie vonallen Mischungen zu scheiden, frei und unverhohlen zugestalten, wirksam zu erschöpfen ist ihr Trieb. Abermich treibt es, die Fülle der Noten, den Schwall undStrudel ihrer gischenden Fluth, ihren bunten Sturm zuformen; nicht eine einzelne reizt mich, sondern dasFlirren und Flackern ihrer bewegten Menge nur, wiesie sich berstend streifen, stossen und reiben; in denGrund will ich keiner dringen, aber die ganze Flächedieser breiten Zeit möchte ich fassen, den vollenTaumel aller Wallungen auf den Nerven und Sinnen.Das ist mein Verhängniss. Desswegen werde ichnie ein Gefolge ergebener Bewunderer haben; manbewundert ja schliesslich an Anderen doch immer nursich selbst, was man mit ihm gemein hat; aber in mir( findet jeder mehr als sich selbst, und es bleibt einfremder Rest, der die letzte Näherung verwehrt. Dochdarf ich mich trösten, weil es immerhin ein hübscherGedanke und schmeichelhaft ist, dass zwischen Wolgaund Loire, von der Themse zum Guadalquivir heutenichts empfunden wird, das ich nicht verstehen, theilenund gestalten könnte, und dass die europäische Seelekeine Geheimnisse vor mir hat.