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Das junge 0 e s t c r r e i c h.
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schwanke Stimmungen der Nerven, die entwischen,feine, flüchtige und rasche Noten, die verhuschen. Ja,man darf eher klagen, dass, gerade je deutlicher ichmich auf mich besinne und zu mir komme, die Fragender Zeit, ihre heftigen Kämpfe und die Erschütte-rungen unserer Menschheit von mir rücken, währendich hinter flatternden Reizen müssiger Launen hasche,ob ich nicht einen in helle, glatte und geschmeidigeFormen fangen kann. Im Schwünge der Entwürfe istgewiss nicht meine Bedeutung. Technische Unbeholfen-lieit ist gewiss nicht mein Fehler. Das lehrt jedeZeile.
Oder man könnte meinen, dass mir das künst-lerische Element fehlt. Es geschieht, dass Manchealle redliche Begeisterung und Leidenschaft der Ge-fühle haben, die den Künstler machen. Sie habenauch alle technische Kraft und jenen flinken Gehorsamder Mittel, die der Künstler braucht. Es fehlt nur,hei aller Strenge der Gedanken, aller Würde derWünsche, aller Sicherung der Form, es fehlt doch einletzter und unaussprechlicher Rest, der allein erst dievollkommene Weihe gibt. Lessing ist das grosse Bei-spiel. Aber ich glaube, dass meine Sachen auch indiese Gattung nicht gehören. Sie sind ganz anders.Man mag an ihren Gedanken kritteln, die sie seltenaus der Tiefe holen, nur um den schönen Schein vonseltener und gesuchter Feinheit bekümmert. Man magan ihren Gefühlen zweifeln, die gerne ironisch selbernicht an sich glauben und immer ein spöttischesSchwänzchen tragen. Man mag auf ihre Wahl derMittel schmähen, die sich oft geflissentlich für Hinder-nisse und Gefahren entscheidet. Aber gerade jeneletzte und unsägliche Marke der Kunst kann man ihnennicht leugnen. Sie ist an jedem Satze, in den auswunderlichen Vergleichen oft geborgten Worten, in derSuche fremder und bizarr gewundener Schnörkel, um