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Gelagen der Zukunft werden sie freilich gepriesen, undman hört Wunder, was man schon noch einmal Alles vonihnen hören soll. Aber man kennt höchstens FelixDörmann*) ein bisschen, der eifrig an die ZeitungenNotizen über die Werke verschickt, die er nächstensschreiben wird. Man kennt seine Verse zur „Donau-nixe“. Er ist dennoch ein Dichter. Er trifft oft Ver-gleiche, Adjective und Metaphern, die es unwiderstehlichbeweisen. Er hat sicherlich Talent. Nur seine Artbleibt fraglich. Man möchte es erst für ein formalesnehmen. Aber wer näher prüft, dürfte wieder meinen,dass es eher durch die Form gedrückt, ja erstickt wird.Man höre:
Ich liebe die hektischen, schlankenNarcissen mit blutrothcm Mund;
Ich liebe die Qualengedanken,
Die Herzen zerstochen und wund;
Ich liebe die Fahlen und Bleichen,
Die Frauen mit müdem Gesicht,
Aus welchen in flammenden ZeichenVerzehrende Sinnengluth spricht;
Ich liebe die schillernden Schlangen,
So schmiegsam und biegsam und kühl;
Ich liebe die klagenden, bangen,
Die Lieder von Todesgefühl;
Ich liebe die herzlosen, grünenSmaragde vor jedem Gestein;
Ich liebe die gelblichen DünenIm bläulichen Mondcnschein;
Ich liebe die gluthendurchtränkten,
Die Düfte berauschend und schwer;
Die Wolken, die blitzedurchsengten,
Das graue, wuthsebäumende Meer;
Ich liebe, was Niemand erlesen,
Was keinem zu lieben gelang;
Mein eig’nes, urinnerstes WesenUnd Alles, was seltsam und krank.
*) „Ncurotika“. — „Sensationen“.