Das junge Oesterrei cli.
düster und funkelnd zurückstrahlt, die Verlaufenenzurücklocken, dass sie wieder dem atlimenden TageHofdienst tliun, wie es sich ziemt.“
Also: Epigone und Moderner, lyrisch und kritisch,krank und gesund, pervers und rein, Symbolist undNaturalist zugleich — er scheint ein unerschöpflichesRäthsel. Vielleicht ist es diese Fülle unverträglicherMotive gerade, die seinen Reiz, seinen Zauber auf dieKenner gibt. Aber ich glaube: es mag auch noch wasAnderes sein.
Die Litteratur hat allerhand gelernt. Sie ist ohneZweifel technisch heute über der Vergangenheit. Siehat bessere Mittel. Das Vermögen wächst. Man kannheute mehr als vor zwanzig Jahren. Es fehlt nur ander Verwendung. Man weiss mit allen reichen Kräftennichts zu schaffen. Zwar sind neue Stoffe gewonnen: alleWinkel des Lebens werden geplündert, und besondereFälle seltener Seelen werden gezeigt. Aber die heim-lichen Fragen der Menschen, die Qualen der Bildung, dietausend Zweifel um den Sinn der Schöpfung fehlen. Dasbange Gemütli hat keinen Trost. DasV'ilhelm-Meisterliche,die sittliche Erziehung, der Rath in denAengsten undNöthen der Seele ist dieser neuen Kunst verloren. DasWeltliche, Vergängliche hält sie vom Ewigen weg.
Einige Franzosen, seit Bourget und Barres, habendas jetzt erkannt. Die Deutschen kümmern sich nicht.Bei uns ist Loris der Einzige, der immer von moralischenFragen handelt. Er sucht die Stellung des Menschenzur Welt, sucht Sinn und Bedeutung der Dinge, suchtGewissheit für den Gang des L ebens. Er will Er- |weckung und Erbauung. Er hat das Wilhelm-Meisterliche. •
Hinter Torresani, Schnitzler und Loris, die dochschon ihre Gemeinden haben, sind nun noch ein paarganz geheime Grössen. In ihren Verschwörungen ui
III.