Das junge Oesterreich.
Ausdrucks brachte, künstlerisch erschöpft. Es ist ihm'gelungen, was die Goncourts als Beruf des Künstlerssetzten: apporter du- ncuf\ und es ist ihm gelungen, diedefinitive Form seiner Neuerung zu geben. Das istsehr viel. Gerade heute können es Wenige von sichsagen. Nur darf er freilich, weil sein Stoff ein welt-licher, von der Fläche der Zeit ist, Wirkungen in dieTiefe der Gefühle nicht hoffen, und von seinem feinen,aber künstlichen Geiste mag das Wort des Voltairevon Marivaux gelten: II sait tous les sentiers du coeur ,il nen connait pas le grand chemin.
Ich verstehe sehr gut, dass Manchen das nichtgenügt. Ich verstehe nur nicht, dass man es an denFranzosen preist, aber an einem Wiener schmäht. Im„Anatol“ sind ein paar Sachen, die den Vergleich mitden besten Meistern der Gattung vertragen und anflüssiger Anmuth, herbem Dufte, heiterer MelancholieAurelien Scholl, Henri Lavedan und diesen vergöttertenCourteiine nicht zu scheuen haben. So wäre es wohlPflicht der Directoren, einmal ihre Kraft auf der Bühnezu prüfen. Es wäre Pflicht der „Burg“, das „Märchen“zu bringen, das ja nun wenigstens am „Volkstheater“h kommen soll.
m „Anatol“ sind vorne, als Prolog, ein paar Verse:
Flimmernd auf den blonden Köpfchen:Scheinen auf den bunten Polstern,Gleiten über Kies und Rasen,
Gleiten'über das Gerüste,
Das wir flüchtig aufgeschlagen.
Wein und Winde klettert aufwärtsUnd umhiillt die lichten Balken.
Und dazwischen farbenüppigFlattert Teppich und Tapete,Schiifersceuen keck gewoben.
Zierlich von Watteau entworfen . . .Eine Laube statt der Bühne,Sommersonne statt der Lampen,
. . . Durch die Zweige brechen Lichter,
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