Das junge Oesterreich.
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wie es gerade kommt: au petit ha<ard de la plume undKleckse verstören jede Schönheit. Man mag an Tovotedenken, und so hat er auch diesen heiteren und leichtenFluss, den kein Kummer trübt. Alles ist ungesucht,ungekünstelt, ungezwungen. Er schwitzt nicht, würdeNietzsche sagen. Er hat eine solche Fülle von Er-eignissen, Gestalten, Welten, die ohne Rast nachOffenbarung drängen, dass er nirgends halten, nichtverweilen, nimmer sich besinnen kann, und währender Eine gibt, quellen schon tausend Andere dazwischen.Er ist der rechte Fabulant, wie damals jene Novellistender Spanier und Italiener, mit der grossen Leidenschaftder Fabel, der nichts als nur erzählen will, unerschöpflichimmer nur erzählen. Er sucht nicht „Probleme“;er prüft keine „Fragen“; er will nichts zeigen; erwill nichts schildern; er will nichts beweisen — dasschöne Lügen ist seine Lust. Er ist weder Naturalistnoch Psychologe und ist, wenn man will, doch beides:er ist der Erzähler, der Alles tliut, was die Erzählungbrauchen, und Alles lässt, was sie entbehren kann —das Bedürfniss der Erzählung allein ist immer seineinziges Gesetz. Er hat unvergessliche Profile gezeichnet.Er hat Documente des Lebens gegeben. Er hat inder Juekercomtesse eine weibliche Psychologie geschaffen,die ihm Bourget neiden könnte. Aber das läuft sonebenbei mit. Was er will, ist nur die Erzählung,der üppige Reiz von vollen, bunten, wunderbarenStoffen. Die Erzählung ist ihm Anfang und Ende.So hat er, was ich sonst von Keinem in dieser ganzenbreiten Litteratur von heute weiss: er hat den stillen,guten Zauber der naiven Kunst, wie er an den altenMärchen des Volkes ist. Man kann sagen, dass esniemals ein rechter Roman ist. Man kann zweifeln,ob es nach den Normen der Schulen überhaupt etwasist. Aber man kann nicht leugnen, dass es sehrschön ist.
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