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Studien zur Kritik der Moderne
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Litturatur.

eigenen Art auch eine eigene Kunst gestalten. Esmöchte sonst hat es keinen vernehmlichen Triebes möchte recht österreichisch sein, österreichisch von1890, was dann freilich Jeder wieder auf seine Weiseversteht.

Jetzt will ich noch ein bisschen die Einzelnenprüfen. Ich muss dabei dem geläufigen Gebrauchefolgen, der nicht immer logisch ist: er lässt Mancheohne rechten Grund aus der Gruppe, die doch wenigstensals erste Boten und Läufer in sie gehören würden.So darf ich von Siegfried Lipiner, Richard Kralik undder delle Grazie, von den beiden Suttners, der Marriotund der Ossip Schubin, von Gustav Schwarzkopf,C. Karlweis und J. J. David nicht sprechen, die vonder Schule verleugnet und es sich wohl auch selberverbitten würden, sondern Karl Baron Torresani,Arthur Schnitzler und Loris, dann die Lyriker Dörmann,Korff, Specht und endlich ein paar Worte über michmüssen genügen.

Torresani*) kann von Glück sagen. Es istnoch nicht fünf Jahre, dass der fröhliche Ulane dieerste Geschichte schrieb, und schon heisst er, waseinem Künstler nicht leicht passirt, derbeliebteErzähler. Das kommt vielleicht daher, weil er eineunbesonnene, saloppe, liederliche Sprache, unpersönlichezufällige Formen, eine wüste Schlamperei hat, welcheden üblichen Geschmack mit seinen künstlerischenWerthen wieder versöhnen. Die Empfindlichkeit fürreine und vollkommene Sätze, die Begeisterung gefeilterWorte, das Gewissen der Mache fehlt ihm. Technischist er von der grössten Unschuld, welche keine Sorgen,Gefahren, Beschwerden der Form ahnt. Er schreibt,

*)Ans der schönen wilden Lieutenantszeit.Schwarz,gelbe Reitergeschichten.Mit tausend Masten.Auf ge-rettetem Kahn.Die Juekereonitesse.Der beschleunigteFall.Oberlicht.