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Studien zur Kritik der Moderne
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Das junge Oesterreich.

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verklären. Aber nicht Alles, was in ihren Gefühlen ist;ist in diesen Werken. Es hleiht ein Rest von Launen,Stimmungen und Wünschen, der doch auch Verkündigungmöchte. Wenn es ihnen später einmal gelänge, aus diesemReste von neuen Trieben ein Werk zu holen, das sichden Thaten des Saar, der Ebner nähern dürfte, dannwäre die stolzeste Begierde der ganzen Gruppe erlöst.

Aus der liehen, altvaterischen, gemächlichen Stadtist die sanfte Pracht des neuen Wien gewachsen. Diegrosse Entwicklung der Industrie schwellt auch dasVaterland. Andere Klassen haben politisches Recht,wirthschaftliche Geltung, gesellschaftliche Kraft ver-dient. Auf den Strassen, in den Gedanken, für dieSitten wechselt die Welt. Alles ist neu und ist esdoch wieder in der alten, ewig unveränderlichen Artdes Landes. Das möchten sie in die Dichtung bringen:diese liebe wienerische Weise von einst, aber mit denStrophen von heute.

Und es könnte, wenn sie die rechte Gestalt desOesterreichischen finden, wie es jetzt ist, mit diesenbunten Spuren aller Völker, mit diesen romanischen,deutschen, slavischen Zeichen, mit dieser biegsamenVersöhnung der fremdesten Kräfte es könnte schongeschehen, dass sie, in dieser österreichischen gerade,jene europäische Kunst finden würden, die in allenNationen heute die neuesten, die feinsten Triebe suchen.

II.

Ich habe gezeigt, dass das junge Oesterreichnichts mit den naturalistischen Experimenten derjüngsten Deutschen gemein hat. Es will vielmehr,da nun einmal unser Leben aus der deutschen Ent-wicklung geschieden und heute der deutschen Kulturnicht näher als irgend einer anderen ist, den Anhangder deutschen Litteratur verlassen und nun aus der