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Studien zur Kritik der Moderne
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L i 11 c r a. t u r.

Namen und den ganzen Nimbus einer besonderen Schulegab? Was will es?

Die Jtingling'e wissen es nicht zu sagen. Siehaben keine Formel. Sie haben kein Programm. Siehaben keine Aesthetik. Sie wiederholen nur immer,dass sie modern sein wollen. Dieses Wort lieben siesehr, wie eine mystische Kraft, die Wunder wirktund heilen kann. Es ist ihre Antwort auf jede Frage.Sie vertrauen ihm gläubig, und Einer aus ihrerGruppewar es, der die gefürchtete, verlästerte, aber unwider-stehliche Losung:Die Moderne prägte, die danndurch ganz Deutschland gelaufen ist. In allen Dingenum jeden Preis modern zu sein anders wissen sie ihreTriebe, ihre Wünsche, ihre Hoffnungen nicht zu sagen.

Sie sagen es ohne Dünkel, ohne jenen Hass derjüngsten Deutschen gegen die Vergangenheit. Sie ver-ehren die Tradition. Sie wollen nicht gegen sie treten.Sie wollen nur auf ihr stehen. Sie möchten das alteWerk der Vorfahren für ihre neuen Zeiten richten.Sie möchten es auf die letzte Stunde bringen. Siewollen, wie Jene, österreichisch sein, aber österreichischvon 1890. Das ist der dunkle weite Drang, der sieüber das Herkommen treibt und doch auch wieder vorden französischen, skandinavischen, russischen Musternwarnt, welche das jüngste Deutschland äfft. Sie könnensich an der neuen Kunst von heute nicht genügen,weil sie nicht österreichisch ist; und sie können sichan der österreichischen Kunst nicht genügen, weil sienicht von heute ist. Sie wollen das Eine und dasAndere nicht missen. Sie wollen Beides. Sie wollendie österreichische Farbe und den Geruch des Tages.

Die Werke der Ebner und des Saar wirken wunder-lich auf sie. Was in diesen 'Werken ist, ist alles auchin ihren Gefühlen. Sie empfinden es und könnten eineschönere Gestalt dieser Empfindungen nicht träumen,welche hier erst sich reichlich bekennen, innig