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Studien zur Kritik der Moderne
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Litteratur.

nach denPhrasen, seinem ersten Romane, so gewesenund wurde auf sein letztes Werk hin, denAdamMensch, nur noch toller; und so unerschöpflich wardieses billige Behagen, dass es sich seihst duich denTod des unglücklichen Jünglings durchaus nicht be-irren liess. Sie mögen das mit ihrem Geschmackeabmachen; aber man muss ihnen zugestehen, dass dieseburlesken Blüthenlesen wirklich von überwältigenderKomik und sehr wirksame Waffen gegen die neue Be-wegung waren, gegen dasgrüne Deutschland, wieein besonders geistreicher Preusse sie getauft hat.

Der arme Junge ist todt, Wenige lesen heute seineWerke, aber in hundert Jahren wird die Litteratur-geschichte den neuen Abschnitt, der das zwanzigsteJahrhundert beginnt, von seinem Namen aus datiren.

Ich sage dies auf die Gefahr hin mich unsterblichlächerlich zu machen. Ich bitte ganz gehorsamst umgnädigste Nachsicht und Verzeihung. Es ist einmalmeine unerschütterliche Ueberzeugung. Ich will sieNiemandem aufdrängen, aber ich kann von ihr nichtlassen. Man braucht mir nicht erst das Rohe, Läppische,Abscheuliche an diesen wüsten Büchern zu zeigen, ichkenne es selber ganz genau; aber mitten in ihrem wirrenWahne und ihrem jämmerlichen Schmutze ist, wasallen sauber gekünstelten und berechneten Bemühungender glücklicheren Genossen fehlt: der grosse und sichereDrang nach einer reinen Schönheit, in die Tiefenmächtiger Gefühle, in, das Besondere der Menschen vonheute und morgen. Die Realisten lärmten und bliesensich auf und brachten es doch höchstens einmal zueinem ganz bescheidenen modischen Aufputz: Keinerlässt ein Werk, das in die Eingeweide träfe und fürein volles Document dieser wunderlichen Zeiten geltendürfte. Die Naturalisten zählen überhaupt gar nichtmit, weil sie bloss das Ausland äfften, und noch dazulaugst schon wieder abgethane und ausrangirte Modelle