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Litteratur.
Erfolge Hermann H e i 1) e r g, *) der nur leider neuestensins Yielsclireiben gekommen und ein liederlicher Hand-werker der Feder geworden ist; sein „ApothekerHeinrich“ ist vorderhand das beste Beispiel des idealistisch-realistischen Compromissromanes, eines jener wenigenBücher dieser Generation, die, glaube ich, auch dienächste noch mit Freude und Erbauung lesen wird.So Ernst v. Wolzogen.**) So Ulrich Frank.***)So endlich der junge Heinz Tovote, ****) der freilicheinstweilen immer noch bloss ganz köstliche und feineStimmungsbildchen, meisterlich gefühlt und mitgetheilt,an irgend einer herkömmlich romanesken und oft ziem-lich ungeschickten Fabel ohne viele künstlerische Sorgelose zusammenreiht, aber der schon, wenn sein schönes,reiches, bloss ein bisschen hastiges und leichtfertigesTalent sich nur erst ein wenig gefasst, auf seine eigent-lichen Triebe besonnen und aus den ewigen Cocottenherausgewickelt hat, noch einmal den „mondainenBerliner Koman“ schaffen wird.
Endlich die Gruppe der Berliner Naturalisten,welche, während die Anderen im wirren Drange ihrerrathlosen Gefühle ins Blaue irrten, ohne selber rechtzu wissen, wohin und wie weit ihre kräftigen, aberdunklen Instincte sie treiben könnten, ohne irgend eineverlässliche Zuversicht als immer bloss diesen unnach-giebigen Wunsch, dass irgendwas geschehen möge,gleich mit einem fertigen, deutlichen und klaren
*) „Apotheker Heinrich“, „Ans den Papieren der Herzoginvon Seeland“, „Ausgetobt“, „Ein Weib“, „Eine vornehme Frau“,„Esther’s Ehe“. Alles bei Wilhelm Friedrich in Leipzig.
**) „Die tolle Comtess“, „Die Kinder der Excellenz“, „Diekühle Blonde“. Bei J. Engelhorn in Stuttgart. — „Er plioto-graphirt.“ S. Fischer’s Verlag in Berlin.
***) „Der Kampf ums Glück“, „Zwei Novellen“, „Rechts-anwalt Arnau“. Verlag von Freund und Jeckel in Berlin.
****■) „Im Liebesrausch“, „Fallobst“, Wurmstichige Geschichten,„Frühlingssturm“. Verlag von F. und P. Lehmann in Berlin.