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L i 11 c r a t u r.
Das ist sehr traurig; es wird widerlich, weil er einliederlicher Künstler ist, ohne Geschmack und ohneGewissen, der seine Werke unbekümmert verwildern lässt.
Konrad Alberti geschieht viel Unrecht, weil eretwas ist, woran die Deutschen nicht gewöhnt sind:er ist der geborene Polemist. Der gelehrten Klopf-fechter, die sich um eine grammatikalische Frage dieHaare zerzausen, haben wir nicht wenige, abereigentlich polemische Naturen, die nur raufen wollen,gleichgültig gegen die Ursache, aus Sport, um desHaufens willen, sind selten. Das deutlichste Beispielder Gattung, welche ich meine, ist Henri Rochefort,dem es nie die Sache, sondern die Bravour ihrer Ver-theidigung, nie den Schaden des Gegners, sondern denGlanz des Kampfes gilt, der nie nach der Wahrheitseiner Rede, sondern nach der Kraft ihrer Wirkungfragt, und der über den Vorwurf der Lüge so ver-wundert wäre, wie nur irgend ein fröhlich fabulirenderLibrettist einer romantischen Feerie. So ein kleiner,freilich ein ganz kleiner Rochefort ist Alberti. SeinePolemiken sprühen von Geist, Witz und Bosheit. Mandarf nur nicht so thöricht sein, ihre Mittheilungenernst zu nehmen; es ist kein wahres Wort daran. Vonseinen Dramen rede ich lieber nicht. Sein Roman„Die Alten und die Jungen“ ist ein treffliches Documentaus der Zeit, aber man muss sich hüten, es für einDocument der Zeit zu nehmen: er schildert BerlinerWiderlichkeiten, von denen das übrige Deutschlandeinstweilen noch verschont geblieben ist. In seinem„Recht auf Liebe“ hat er etwas wie einen mondainenBerliner Roman versucht; aber ich glaube nicht, dasser gerade als Comtessen-Dicliter seine Lorbeern sonder-lich vermehren wird. Seine Stärke ist der Spott, derHohn und die Satire.
Das sind die vier ersten Namen der neuen Be-wegung. Nach den kindischen Tliorh eiten und dem