Das jüngste Deutschland.
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allein, unfähig - , sich in eine fremde Meinung zuversetzen und es jemals zu begreifen, dass vielleichtdoch Einer auch anders sein könnte, nach seinerbesonderen Weise, ohne desswegen gleich nothwendigzum Schurken und Dummkopf zu werden, und sieweiss immer nur sich selber zu geben, unfähig,Fremdes zu verfolgen und zu gestalten. Es ist dieNatur des ewigen Jünglings, und Erstlingswerke sindalle ihre Werke immer wieder, im Guten wie imSchlimmen. Man mag Conrad etwa einen neuen JeanPaul nennen, aber das Empfindsame und Weinerlicheabgerechnet und mit einem heftigen Zusatze gallischerGrazie; man mag ihn vielleicht Emile Bergerat ver-gleichen, aber aus dem Boulevard ins Fränkischeübertragen; man muss manchmal an unserenKiirnberger denken, der freilich ärmer an Farben undTönen und ohne die bewegliche Lust seines Geistes,aber dafür tiefer, strenger und ruhiger war — sozwischen diesen drei Naturen beiläufig liegt die seine.
Er ist ein vortrefflicher, unwiderstehlicher Feuille-tonist, gerne verblüffend, immer überredend, niemalsüberzeugend. Er ist ein Meister der kleinen Novelle,die nur eine eilige Stimmung mittheilen soll, nach demMuster der Franzosen. Seine Romane sind keineRomane im üblichen Sinne, sondern lose ausschweifendeIch-Bücher, in welchen immer der Dichter selber dieHauptsache bleibt, unerschöpflich an bunten Tänzenseines ruhelosen Geistes, und mit der Handlung, dieselten straff zusammengehalten ist, und den Helden,so handgreiflich manche ihrer Züge dem Leben ent-lauscht sind, meist nur so nebenbei, wie mit lustigenMarionetten, zum Zeitvertreib herum jonglirt.
Ganz anders ist Max Kretzer. Freunde habenihn den deutschen Zola genannt. Nichts kann thörichtersein. Zwischen den Beiden ist keine Gemeinschaft.Zola ist der Ijn-ische Visionär, der die Welt von oben
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