ein vorbereitetes Gehirn und die Bedingungen zu zeigen,durch welche es unvermeidlich an den Satanismusgerathen muss. Es ist die Geschichte eines jungenGelehrten, dessen Neugier zufällig dem Satanismusbegegnet, und ein eifriges Verzeichniss der Dokumente,welche er sammelt. Und darum ist es, an seinen eigenenGrundsätzen gemessen und aus seinen eigenen Absichtengerichtet, misslungen und verfehlt.
Durtal, ein junger Gelehrter, arbeitet an einerGeschichte des Gilles des Rais. Das war am HofeKarl VII. ein reicher und ritterlicher Held, der heutenoch in der Sage vom Blaubart spuckt. Ein finsteresund fremdes Räthsel, das unsere Neigung zu krankenund entarteten Geheimnissen wohl reizen kann: erstein unbesonnener, toller und verschwenderischer Höfling;plötzlich, wie die Jungfrau gegen die Engländer wirbt,ein kühner, redlicher Soldat; und auf einmal, wie dersiegende Friede geschlossen und er auf seine Güterheimgekehrt ist, der Alchimie verfallen, im Kreise böserZauberer, die Gold machen sollen, im frevlen Bündnissemit dem Teufel. Da beginnen wüste Gelage, rasendeAusschweifungen, mörderische Genüsse; die kleinenKinder im Lande, Knaben und Mädchen, werden zu-sammen geschleppt und sterben in schändlichen Qualen;überall ist Furcht und Entsetzen, täglich wachsen dieGreuel. Bis der Bischof von Nantes den entmenschtenHenker fängt, vor seinem Gerichte verdammt und inden Tod schickt.
Diese Geschichte bringt den jungen Gelehrten aufden Satanismus. Er forscht in den Büchern und fragtbei den Freunden herum, bei einem Arzte, bei demGlöckner von Saint-Sulpice, bei einem wunderlichenAstrologen. Sie erzählen ihm schauriges von den Ge-bräuchen der Satanisten, die heute noch in Kraft sind.Er will es gar nicht glauben. Aber sie nennen ihmNamen, geben ihm Beweise: von einer Gesellschaft,