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Studien zur Kritik der Moderne
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S a t ;i n i s m u s.

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verfasst.*) Es sind gerade jene verwirrenden und an-steckenden Künstler, welche seit zwanzig Jahren überdie Bildung der jungen Gehirne herrschen.

Aber der Roman des neuen Satanismus, welcheran einem typischen Beispiele die Geburt satanischerBegierden aus der Verfassung der Zeit, die Wirkungen,welche sie auf Sinnen und Nerven verrichten, undihren Verlauf zeigen würde, ist noch nicht geschrieben.* *

Es hiess, Huysmans wolle diesen Vorwurf gestalten.

Ich habe von ihm den Roman des neuen Sata-nismus erwartet. Erstens, weil er der unvergleichlicheMeister moderner Typen ist, die aus vielen Widersprüchenverwickelt und ins Absonderliche entartet sind, an dieGrenze der Vernunft, wo schon die irren Seufzer desWahnes streifen: er brauchte bloss seinen des Esseintes,das deutlichste und reichste Beispiel der Decadence, amEnde der langen Wanderschaft durch künstliche Sen-sationen dem Gerüchte verschollener Frevel und einermystischen Anwandlung begegnen zu lassen und dasModell war fertig, an welchem alle Ein- und Aus-fädelungen des neuen Satanismus gezeigt werden konnten.Zweitens weil ich aus seiner Studie über Rops **) herweiss, dass er das Thema lange kennt und mit Neigungpflegt. Drittens, weil kein anderer Vorwurf jemalssich seinem mystischen Naturalismus ergiebiger eignete,welcher jede kleinste Erbärmlichkeit der täglichen Notlipeinlich und unnachgiebig verzeichnen, aber über ihregraue Schmach immer den bunten Bogen der Hoffnungenund Träume wölben will.

Ich habe mich getäuscht. Sein Buch ***) ist nichtder Roman des neuen Satanismus. Es versucht nicht,

*) «Le demon de la perversite.» Vgl. Th. Gautier in seinerBiographie Baudclaires.

**) «Certains», S. 77 ft'. Che\ Tresse fr Stock,

***) «-Bas.» Qhe\ Tresse fr Stock,