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Studien zur Kritik der Moderne
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S a t a n i s m u s.

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Satanismus hat es immer gegeben. Das ganzeMittelalter ist überall voll von seinen Beispielen. VieleHeilige wissen von ihm, oft musste die Kirche ihnrichten. Er ist die Lust am Bösen um des Bösenwillen, ohne anderen Vorth eil und Genuss als die Be-leidigung und den Schmerz Gottes. Sein Geist ist Hassund Aufruhr gegen Gott. Schmähung und Schändung-Gottes ist seine Begierde. Er setzt nothwendig denGlauben voraus. Er fordert das kirchliche Gefühl,um es verhöhnen und misshandeln zu können; inder Empörung gerade gegen das Gesetz, an demer nicht zweifelt, schwelgt seine Wonne. Er glaubtan die Lehren der Kirche, aber. er beugt seinen Hoch-muth nicht. Er glaubt an den verheissenen Himmel,aber er verschmäht seine geschenkten Freuden undwählt trotzig die Hölle. Er glaubt an die ewigenStrafen, aber sein einsamer Stolz fürchtet sie nicht.Er versagt nicht den Glauben, er versagt den Gehorsamund die Liebe. Er entscheidet sich für den Satan underklärt Feindschaft und Krieg wider Gott. Er weiss,dass er darin verderben wird. Er weiss, dass er demgöttlichen Zorne verfallen ist. Er weiss, dass esfür ihn kein Erbarmen, keine Gnade gibt. Aber erliebt die unbeugsame Freiheit und die herrenlose Kraft.Es ist der vermessene Frevel der Gottähnlichkeit, diekeine Demutli hat. Aus Hochmuth und trotziger Grösse,aus der blutigen Wollust der Beue, aus den seligenFoltern der Furcht ist sein wilder Sinn seltsamvermischt.

Wunderliche Praktiken erzählen die Kloster-geschichten und viele Processe: es wird von Priesterngemeldet, welche Schweine und Mäuse mit geweihtenHostien füttern, welche den Kelch und das Brod desHerrn besudeln, welche sich ein Kreuz in die Sohleätzen, um mit jedem Schritte den Gottessohn in denStaub zu treten; es wird von Nonnen gemeldet,

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