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lv r i t i s c li o s.
der heulende Grimm des gutmüthigen Flaubert, dasses „ausser der Kunst überhaupt nichts als überall nurSchande und Schmach gibt.“ Daher der entrüstete,trostlose und schadenfrohe Ekel des Huysmans, seineerbitterte Verachtung der Natur, seine brünstige Giernach dem Künstlichen. Däcidement, rien narrive commeon le prdvoit, sagt einer seiner Helden einmal; das istder Grund des ganzen Jammers und der ganzen Wutli.Diese beiden Triebe — der Trieb des neuen Geistesauf die äussere Welt, der alle Träume verschmäht, undder ererbte Trieb auf die Wünsche der Träume, aufmakellose Schönheit, auf freudige Wahrheit, auf fried-liches Glück, — wenn sich diese beiden Triebe inirgend einem Gehirne treffen, dann wird jedesmal jenefolie sensationnisie daraus, welche das schaurigste Zeichendieser Tage ist. Es wird diese vermessene, niemalsbefriedigte, immer nur desto höhnischer enttäuschte,darum täglich trotzigere und gewaltsamere Jagd nacherlösenden Genüssen durch alle Reize, durch alle Würzen,durch alle Laster. Es wird eine athemlose, wahnsinnigeund verbrecherische Begierde nach Neuem, Unerhörtemund Unmöglichem.
Aber inzwischen hat sich der Geist wieder ge-wendet und lechzt wieder nach den Träumen, nach denRäthseln. Immer heller und köstlicher klingt wieder inallen Seelen l'accent exlraterrestre. *) Wie Verlaine seufzt:
C’est vers le moyen dge enorme et delicatOu’il faudrait que mon cceur en panne naviguat,
Loin de nos jours d’esprit charnel et de chair triste.
Wenn jetzt diese beiden Triebe — die verhetzteWutli um neue künstliche Genüsse und die mystischeNeigung nach erdenfernen, reinen, heiligen Paradiesen —in irgend einem Gehirne sich begegnen, an einandergerathen und sich verbinden, was kann daraus werden?Daraus ist der neue Satanismus geworden.
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Baudelaire.