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Studien zur Kritik der Moderne
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zu fest zusammengezogen. Wieder ein Anderer träumte,er sei von Räubern überfallen, welche ihn der Längenach niederlegten und zwischen seiner grossen undder nächsten Zehe einen Pfahl in die Erde trieben;beim Erwachen fand er einen Strohhalm zwischen denZehen . . . Einer nahm eine Wärmflasche ins Bettund träumte den Aetna zu besteigen, wo er die Hitzedes Bodens fast unerträglich fand.*) So spricht derTraum und noch viel mehr der Rausch von Morphium,Chloral und Haschisch immer in Symbolen, und dasscheint geradezu, wie der Mensch über das täglichGemeine hinausgetrieben und erhöht wird, seine natür-liche Wahrheit.

Aber es gibt auch triftige Einwände gegen denSymbolismus, die nicht so leicht abzufertigen sind. Erscheint manches Mal die Form über das Wesen, dieTechnik über die Kunst zu stellen. Die Mache, diesich doch schliesslich Jeder anlernen kann, überschätzter vielleicht. Es ist die Gefahr, dass er den Virtuosenverfällt. Das würde dann bloss ein ausgedachtes, kaltesNervenzupfen um die Wette werden, das schwächtund lähmt. Und so mächtig und tief seine Weisewirkt, wo sie sich ungesucht dem Künstler bietet, somüsste sie bald ermüden und verdriessen, wenn siegeflissentlich mit Zwang geübt wird. Das wird wohlsein Schicksal entscheiden. Es wird wieder die alteGeschichte sein! Die Grossen, in welchen seine Methodeein unwiderstehlicher Drang der Natur ist, werdensiegen; aber die Kleinen, die bloss wieder mit derMode laufen, richten mit aller Mühe und aller Qualnichts aus.

Ich möchte an diese Bemerkungen, welche dasWesentliche der Symbolisten zeigen, zwei Gedichtefügen, gleichsam als handliche Schulbeispiele, an welchen

*) Du Pre.l, Philosophie der Mystik, Seite 33, Leipzig,Ernst (! initiier.