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Studien zur Kritik der Moderne
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ohne liath nach vielen Dingen und findet sich nirgends.Nur fort, um jeden Preis fort aus der deutlichen Wirk-lichkeit, ins Dunkle, Fremde und Versteckte das istheute die eingestandene Losung für zahlreiche Künstler.

Man hat manchen Namen. Die Einen nennen esDtcadencc, als ob es die letzte Flucht der Wünsche auseiner sterbenden Kultur und das Gefühl des Todes wäre.Die Anderen nennen es Symbolismus. Das hat in Vieleneine schlimme Verwirrung angerichtet. Sie reden, ohnedie Sache zu kennen, aus dem blossen AVorte heraus,das ihnen einen schwanken und falschen Begriff gibt.

Es-ist an der Zeit, deutlich und wirksam zuerklären, dass der neue Symbolismus von heute und derüberlieferte Symbolismus von einst nichts mit einanderzu schaffen haben. Sie brauchen beide Symbole; dasist ihnen gemein. Aber gerade in der Verwendungder Symbole, woher sie sie nehmen und wohin sie mitihnen trachten, trennen und entfremden sie sich gleichwieder. 1

Das muss gezeigt werden. Sonst geht der ganzeStreit wieder bloss um ein AVort, das jeder andersdeutet und meint, und ist nicht zu versöhnen. Eswäre ja nicht das erste Mal.

Der überlieferte Symbolismus des zweiten Faust,des zweiten AVilhelm Meister,' der Novelle, des Märchensoder Byrons, Bichard AVagners und A'ictor Hugos,suchte den Ausdruck unsinnlicher Dinge durch sinnlicheZeichen. Das hinter den Erscheinungen Unzugängliche,der den Sinnen entrückte Kern und Ausbund allerAVesen, der nur in unserem Gefühle lebt, die ewigeAVahrlieit im letzten Grunde der zufälligen AATrklich-keit ist sein Gegenstand. Das will er, wie er es ausheimlichen Ahnungen zuversichtlich erlauscht, gestaltenund formen, aus sich und in Andere bringen, aus-driicken und mittheilen; er will den inneren Sinn desLebens sagen, von dem die äusseren Sinne nichts