Die Dceadcncc.
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Sind wir deshalb verrückt, weil wir bunte Regenbogenschauen, wo für jene eine einzige fahle Kreide war'?
Das ist d as ers te Merkmal der Decadence. Siesucht wieder den inneren Menschen, wie damals dieRomantik. Aber es ist nicht der Geist, nicht dasGefühl, es sind die Nerv en^ welche sie ausdrücken will.Und sie entdeckt nervöse Künste, welche die Väternicht kannten.
Ein anderes Merkmal ist der Hang nach demKünstlichen. In der Entfernung vom Natürlichensehen sie die eigentliche Würde des Menschen undum jeden Preis wollen sie die Natur vermeiden. DerRoger de Salins des Maupassant trifft ihre Meinung:„Ich behaupte, dass die Natur unsere Feindin ist unddass wir immer gegen die Natur kämpfen müssen:denn sie bringt uns unaufhörlich zum Thiere zurück.Wo immer auf der Erde irgend etwas reines, schönes,vornehmes und ideales ist, das hat nicht Gott, dashat der Mensch geschaffen, das menschliche Gehirn.“Und ebenso der des Esseinies des Huysmans: „Es kommtvor Allem auf das Vermögen an, den Geist auf eineneinzigen Punkt zu sammeln, sich selber zu hallucinirenund den Traum an die Stelle der Wirklichkeit zu setzen.Das Künstliche erschien dem des Esseintes als das eigent-liche auszeichnende Merkmal des menschlichen Genies.Wie er zu sagen pflegte: die Zeit der Natur ist vorbei;die ekelhafte Einförmigkeit ihrer Landschaften undihrer Himmel hat die aufmerksame Geduld der Rafli-nirten endlich erschöpft.“ Dieser des Esseintes istüberhaupt das reichste und deutlichste Beispiel derDecadence. Angewidert von der platten, gemeinenund missgebornen Welt, jeder Hoffnung entschlagenund krank an der Seele und im Leibe, flieht er inein durchaus künstliches Leben: ä une thibdide raffinee,ä un desert confortable, ci une arche immobile et tiede oüil se refugerait loin de l’incessant de'luge de la sottise