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Kritisches.
keinem gemeinsamen Gesetz. Man kann nicht einmalsagen, dass sie eine Gruppe sind; sie scliliessen siclinicht zusammen und vertragen sich nicht, jeder hatseine eigene Weise, von welcher der Andere nichtswissen will. Sie sind nur eine Generation. Das Neuean dieser neuen Generation macht die Decadence aus.Es erscheint an jedem in einer besonderen Form, abervon der alten wird es immer gleich seltsam und un-heimlich empfunden. Ich will die Merkmale suchen,welche besonders auffallen.
Eines haben sie alle gemein: den starken Trieb ausdem flachen und rohen Naturalismus weg nach der Tiefeverfeinerter Ideale. Sie suchen die Kunst nicht draussen.Sie wollen keine Abschrift der äusseren Natur. Siewollen modeler nolre univers Interieur. Darin sind sieAvie neue Romantiker und auch in dem höhnischenHoclnnuth gegen den gemeinen Geschmack der lautenMenge, in der ehrlichen Verachtung des „Geschäftes“,in dem zähen Trotze gegen alles ce qui cst demaude,auch in dieser geraden Ritterlichkeit der reinenKünstlerschaft sind sie Romantiker. Sie haben von derRomantik das ungemessene zügellose Streben in dieWolken: nest ce pas dans le chimerique et dans l’impossibleque reside toute la realitd noble de notre humanite ? Lasatisfaction par le fini est l’incontestable signe de l’im-puissance.*) Und sie haben auch den nebeligen Dämmer-schein, das vague et obscur, die Rembrandtstimmung derRomantik.
Aber sie sind eine Romantik der Nerven. Das istdas Neue an ihnen. Das ist ihr erstes Merkmal. NichtGefühle, nur Stimmungen suchen sie auf. Sie ver-schmähen nicht bloss die äussere Welt, sondern aminneren Menschen seihst verschmähen sie allen Rest,der nicht Stimmung ist. Das Denken, das Fühlen und
*) Charles M or i c e, Ln litlerahire de tont ä Theure. Paris,che% Perriu et Cie.