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Kritisches.
mitgetheilt, wenn ich an drei, an sechs, an zehnNaturen seine Wirkungen versuche, als immer nur meineeigene kritische Antwort gehe.
In Paris, wie gesagt, ist an dem Siege desReporters kein Zweifel mehr. Wir zaudern noch. Aberes sind doch Zeichen, dass' es zuletzt bei uns nichtandei’s geschieht.
Ich möchte desswegen nicht klagen und um dieguten alten Zeiten jammern. Ich meine, es wird nichtso arg, wie Mancher tliut. Ich fürchte nichts für denWerth der Presse. Die Kunst, der Stil vertragen viel.Sie werden schon auch den Reporter vertragen. DieFranzosen beweisen es. Oft ist in einem einzigenInstantane des „Figaro“ und des „G-il Blas“ mehrKunst — und von der grossen, edlen, auserwählten —als in sämmtlichen Bänden des Herrn Ohnet, der doch,sagt man, auch in die Akademie will. Es kommt ebenbloss darauf an, dass einer ein Künstler ist. Was erdann treiben mag, ob er Heldenlieder singe oder den„Gerichtsaal“ fabulire, er gibt doch immer die Kunst.Nein, die Presse braucht sich nicht zu fürchten. Nurfreilich muss sie sehen, dass es der Künstler derReportage ist, wie bei den Franzosen. Nur freilichmuss sie sich hüten, vor dem plumpen und gemeinenHandwerk der Reportage. Für den Unterschied derBeiden und wie es, wenn sie das nämliche thun, nichtdas nämliche wird, ist eben jetzt ein sehr drastischesBeispiel. Jules Huret, ein junger Reporter, denValentin Simond vom „Echo de Paris“ entdeckte,hat das vorige Jahr die Schriftsteller von Paris überdie Zukunft der Litteratur interviewt; man kenntseine «Enquete sur VEvolution Lilteraire»*), von der alleZeitungen Europas drei Monate sprachen. Herr GurtGrottewitz, der seit ein Paar Jahren munter, klug undgeschäftig durch die Berliner Moderne raschelt, hat
*) Paris, C ii a r p e n t i e r.