es hilft der modischen Leidenschaft, die nach und nachjede andere Begierde in uns verschlungen hat,: sentird’cxlraordinairc. Davon mögen unsere hungrigen Bovary-Nerven nicht genug kriegen. La rechercbe pedanlesqnedes sensalions rares hat Jules Lemaitre als das Merk-zeichen des jungen Geschlechtes konstatirt und dieserKodsche Hilferuf: sortir de la banaiite ist das Mottoaller Kämpfe. Darum nach unempfundenen Beizendas Wühlen durch die schaurigsten Laster, daher dasirre Schweifen nach den letzten Winkeln der Erde,daher die fletschende Wutli um neue Parfüme, brünstigereFarben und die fremdesten Klänge. Der Sadismus, derExotismus, der Bibelotismus der Moderne — das allessind nur verschiedene Ausbrüche der nämlichen foliesensalionniste. Aber die enge Welt ist erschöpft, unddas karge Futter, das sie den Sinnen gewähren kann,ist verbraucht. Wir finden keine neuen Beize für diealten Sinne und Nerven mehr; wie wäre es, wenn wireinmal für die alten Beize es mit neuen Sinnen undNerven versuchten? Die Speise ist nicht mehr zuvertauschen; wie wäre es, wenn Avir einmal denGeschmack vertauschten?
Sich verwandeln. Täglich die Nerven Avechseln,so dass dasselbe Leben sich täglich auf einem anderenPlaneten erneut. Heute mit Poe in den grinsendenBäthseln jenseits des Todes schwelgen, an den Abhängendes Wahnes, zwischen knochenklapperigen Tänzenkreischender Dämonen, und morgen in frischem Früh-lingsfroste mit Liliencron über die nackte, braune ScholleAvandern, Avährend im Knickbusch vom letzten Herbsteher das rotheLaub verraschelt, Hand in Hand mit demTreuen, ganz langsam, die reiche Freudigkeit seinerherrlichen Güte mit allen Fängen der Seele schlürfend!Täglich ein anderer sein, ein anderer von den Grossenund, Aveil man es nicht von Natur als ein unbeachtetesGeschenk, sondern durch Kunst und ZAvang envorben hat,