585
das Schiff die Weiterfahrt antreten wollte und der Anker aufgezo-gen wurde, brachte dieser einen Theil von dem Gerippe einer Ziegeherauf. Ohne Zweifel war er auf die Ueberreste eines solchenThiers gefallen, hatte es mit seinen Haken gepackt und so uner-warteterweise wieder die Reste eines Geschöpfs zu Tage gefördert,das sich vielleicht eben auf dem höchsten Punkte der Insel befand,als das verheerende Erdbeben stattfand.
Dann nahm der Rancocus seinen Curs in die Richtung derGruppe. In der Nähe der westlichen Rhede wurde das Senkbleiausgeworfen und es hielt nicht schwer, das Schiff nach dem Platzezu bringen, der früher den Mittelpunkt dieser lieblichen Inseln ge-bildet hatte. Man fuhr mit der Lothleine in der Hand weiter undnahm sich wohl in Acht vor Untiefen, denn Mr. Woolston über-zeugte sich, daß bei dieser Erderschütterung der größte Wechsel imSüden stattgefunden hatte. Die Gruppe war verhältnißmäßiglange nicht so tief gesunken, wie der Pic, obschon alles Lebendeund Leblose ein Raub der Wellen geworden zu sein schien. DasSchiff schob sich mit großer Vorsicht weiter, und als gegen Abendder Ergouverneur in nicht großer Entfernung vor dem Mittelpunktder Gruppe zu stehen glaubte, verkündigten die Ausluger untiefesWasser, ja sogar eine kleine Brandung, die etwa hundert Ruthenvom Backbord ablag. Der Rancocus legte bei, und es wurde einBoot ausgesetzt, in welchem Mark Woolston mit seinem FreundeBetts die Untersuchung des Platzes vornahm.
Die Untiefe rührte von dem Gipfel des Kraters her, und anein paar Stellen, wo der Hügel am höchsten gewesen, zeigte sicheine Brandung. Das Boot konnte gut über den Platz fahren,wenn es nur die Borsicht beobachtete, das weiße Wasser zu ver-meiden. Als das Senkblei in den Mittelpunkt des Kraters nieder-gelaffen wurde, zeigte es zwanzig Faden Wasser an. So tief alsowar der Krater mit seiner Stadt und seiner Bevölkerung unter dieMeeressiäche gesunken! Wenn irgend ein Gegenstand flott gewor-