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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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gebracht wurde, so betrachtete man ihn allgemein in den Ameri-kanischen Provinzen als einen Elenden, der seine Lust am Blutver-gießen habe und sein größtes Glück in den Qualeu der Hilflosenund Unschuldigen finde; und der Name Sanglier,* welchen er sichbeigelegt hatte, oder Kieselherz, wie man ihn gewöhnlich an denGränzcn nannte, war den Weibern und Kinder» dieser Gegend sofurchtbar geworden; wie später die von Butler und Brandt.

Das Zusammentreffen zwischen Pfadfinder und Sanglier hatteeinige Aehnlichkcit mit der berühmten Zusammenkunft Wellingtonsund Blüchers, welche so oft und so bezeichnend erzählt worden ist.Es fand bei dem Feuer Statt, und beide Theile betrachteten sicheine Weile, ohne zu sprechen. Jeder suhlte, daß er in dem anderneinen furchtbaren Feind hatte, und zugleich, daß obschon sie sichgegenseitig mit der männlichen Frcimüthigkeit von Kriegern behan-deln mußten, ein großer Unterschied zwischen ihren Charakteren undInteressen obwaltete. Der Eine diente um Gele und Beförderung,der Andere, weil ihn sein Schicksal in die Wälder geschleuderthatte und weil sein Geburtsland seines Armes und seiner Erfahrungbedurfte. Der Wunsch, sich über seine gegenwärtige Lage zu er-heben, trübte Pfadfinders Ruhe nicht; auch hatte er nie einenehrgeizige» Gedanken, im gewöhnlichen Sinne des Worts, gehegt,bis er mit Mabel bekannt wurde. Seit dieser Zeit aber hatte ihmallerdings win geringes Selbstvertrauen, Verehrung für seineGeliebte und der Wunsch, ihr eine bessere Stellung zu verschaffen,manche unbehagliche Augenblicke gemacht; deck) die Geradheit undEinfachheit seines Charakters gewährte ihm bald die erforderlicheBeruhigung; und er begann zu fühlen, daß das Weib, welcheskeinen Anstand nahm, ihn zum Gatten zu wählen, auch kein Be-denken tragen würde, sein Loos, so gering es auch scpn mochte, zuthcilcn. Er achtete Sanglier als einen tapferen Krieger und besaßviel zu viel von jener Frcisinnigkcit, welche das Ergebniß durch' Eber.