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noch nie dargcboten, die Liebe Eurer Freunde zu gewinnen, als indem gegenwärtigen Augenblicke, und dieß ist das sicherste Mittel,die Feinde so weit zu bringen, daß sie uns beneiden."
„Quartiermeister, Mabel ist nicht meine Feindin, und wennsie cs auch wäre, so würde ich doch zuletzt wünschen, ihr einenunangenehmen Augenblick zu verursachen."
„Ihr sagt so, Pfadsinder, Ihr sagt so — und ich glaubeauch, daß Ihr so denkt; aber Vernunft und Natur sind gegenEuch, wie Ihr zuletzt selbst noch finden werdet. Ihr kennt ja dasSprüchwort: ,Liebst du mich, so liebst du auch all das Mcinige/und das bedeutet rückwärts gelesen: ,Liebst du das Meinigs nicht,so lubst du auch mich nicht? Nun hört, was Ihr zu thun dieMacht habt. Ihr wißt, daß wir hier auf einen: äußerst unsicherenPosten und so zu sagen fast in dem Rachen des Löwen sind?"
„Sie verstehen unter dem Löwen die Franzosen, und unterseinem Rachen diese Insel, Lieutenant?"
„Nur bildlich, mein Freund; denn die Franzosen sind keineLöwen und dieses Eiland kein Rachen, wenn es sich uns nichtetwa als das Rachcnbcin (Kinnbacken) eines Esels erweisen sollte,was ich sehr befürchte."
Hier überließ sich der Quartiermcister einem höhnischen Lachen,welches nicht gerade eine besondere Achtung und Bewunderunggegen die Klugheit seines Freundes Lundie ansdrückte, der diesenOrt für seine Operationen ausgewählt hatte.
„Der Ort ist so gut gewählt, als nur irgend einer, auf denich meinen Fuß gesetzt habe," sagte Pfadfinder und blickte um sich,wie man ein Gemälde zu betrachten Pflegt.
„Ich will das nicht in Abrede ziehen. Lundie ist ein großerKrieger in einer kleinen Weise, und sein Vater war auf dieselbeArt ein großer Laird. Ich bin auf seinen Gütern geboren undfolgte dem Major so lange, daß ich Alles verehre, was er sprichtund thut; das ist eben meine schwache Seite, wie Ihr wohl wißt.