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„Ich glaube, Ihr sehd glücklicher, Pfadfinder, wenn Ihr alleinsehd, als im Gewühle Eurer Mitmenschen."
„Ich will das nicht sagen, ich will das nicht gerade sagen.Ich habe eine Zeit gekannt, wo ich glaubte, daß mir Gott inmeinen Wäldern genug seh, und wo ich um nichts flehte, als umSeinen Schutz und Seine Gnade. Jetzt haben aber andere Ge-fühle die Ueberhand gewonnen, und ich denke, man muß der Naturihren Lauf lassen. Alle andern Geschöpfe paaren sich, Mabel, undcs ist die Einrichtung getroffen, daß der Mensch ein Gleiches thue."
„Und habt Ihr nie daran gedacht, Euch ein Weib zu suche»,Pfadfinder, und Euer Geschick mit ihr zu theilen?" fragte dasMädchen mit der offenen Einfalt, welche am besten die Reinheitund Arglosigkeit des Herzens bezeichnet, und mit dem Gefühl derTheilnahme, welches dem weiblichen Geschlecht angeboren ist. „Mirscheint, es fehlt Euch nichts, als ein Heerd, zu dem Ihr von EurenWanderungen heimkehren könnt, um das Glück Eures Lebens voll-ständig zu machen. Wenn ich ein Mann wäre, so würde es meinegrößte Lust sehn, nach Gefallen durch diese Wälder zu streifen undüber diesen prächtigen See zu segeln."
„Ich verstehe Sie, Mabel, und Gott segne Sie, daß Sie andie Wohlfahrt so geringer Leute, wie wir sind, denken. Es istwahr, wir haben unsere Vergnügungen, so gut als unsere Gaben;aber wir möchten gerne noch glücklicher sehn. Ja, ich glaube, wirkönnten noch glücklicher sehn."
„Glücklicher? — und wie das, Pfadfinder? In dieser reinenLuft, mit diesen kühlen schattigen Wäldern, durch die Ihr wandert,diesem lieblichen See, auf dem Ihr segelt; dazu noch ein reinesGewissen und der Neberstuß an allen leiblichen Bedürfnissen — müssenda die Menschen nicht so vollkommen glücklich sehn, als es nurüberhaupt bei ihrer Gebrechlichkeit möglich ist?"
„Jedes Geschöpf hat seine Gaben, Mabel, und auch dieMenschen haben die ihrigen," antwortete der Wegweiser mit einem