glühte wie Feuer, während sie sprach, obgleich ihr die W.rte nurlangsam und wie unter einer Art unwillkührlichen Antriebs von denLippen glitten — „kann nicht mein lieber Vater an einen anderngedacht haben? Ans dem, was Ihr mir sagtet, folgt nicht, daß erden Herrn Mnir meine/'
„Ist es nicht nach allen Vorgängen sehr wahrscheinlich, Ma-bel? Was bringt den Quartiermeistcr hieher? Er hat cs frühernie für nöthig gefunden, die Mannschaft, welche herunter geht, zubegleiten. Er wünscht Sie zum Weibe zu haben, und Ihr Vaterist damit einverstanden. Es mnß Ihnen einleuchtcn, Makel, daßHerr Mnir nur nm Ihretwillen mitgeht?"
Mabcl gab keine Antwort. Ihr weiblicher Instinkt hatte ihrallerdings bereits gesagt, daß sie ein Gegenstand von des Quartier-meisters Bewunderung sey, obgleich sie dieß kaum tu der Ausdeh-nung, welche Jasper der Sache gab, vcrmuthet hatte. Auch hattesie ans einem Gespräch mit ihrem Vater entnommen, daß erernstlich daran denke, über ihre Hand zu verfügen; aber kein Grü-beln hätte sie je ans den Gedanken gebracht, daß Herr Mnir derMann seh. Sie glaubte es auch jetzt noch nicht, obgleich sie weitentfernt war, die Wahrheit zu ahnen. In der That betrachtete siedie gelegentlichen Bemerkungen ihres Vaters, welche ihr ausgefallenwaren, mehr für die Ergüsse des Wunsches, sie überhaupt versorgtzu sehen, als für die Ergebnisse eines Planes, sie mit irgend einembestimmten Manne zu vereinigen. Sie hielt jedoch diese Gedankengeheim, da die Selbstachtung und weibliche Zurückhaltung es alsunpassend erscheinen ließen, sie zum Gegenstand einer Besprechungmit ihrem gegenwärtigen Gesellschafter zu machen. Um daher demGespräch eine andere Richtung zu geben, fuhr sie nach einer Pause,die lange genug gewesen war, um beide Theile in Verlegenheit zusetzen, fort: —
„Auf eines könnt Ihr Euch verlassen, Jasper, und dieses istauch Alles, was ich Euch über den Gegenstand noch zu sagen wünsche.