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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
Entstehung
Seite
209
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solchen Berufung in Gegenwart der Ofsizicrsfrauen zurück. Erhätte wohl gern sein Bild beständig vor den Augen und der Seeledes Gegenstandes seiner Hoffnungen gewünscht; aber er war dochzu sehr unter dem Einfluß alter Vornrthcile und vielleicht zu schlau,um öffentlich als ihr Verehrer anfzutreten, wenn er nicht auf einensicheren Erfolg hoffen durste. Zn der Verschwiegenheit des MajorsDnncan hatte er ein volles Vertrauen und fürchtete von dieser Seiteaus keinen Vcrrath. Er mußte aber sehr vorsichtig zn Wcrk gehen;denn wenn es ruchbar wurde, daß er von der Tochter eines Unter-offlziers znrückgewicsen worden sch, so mochte er bei der Bewerbungum eine andere Frau von Stande und auf eine solche durste ervernünftigerweise doch Anspruch machen wohl große Schwierig-keiten finden. Aber Mabcl erschien so hübsch, erröthcte so bezau-bernd, lächelte so süß und war ein so gewinnendes Bild der Jugend,des Geistes, der Bescheidenheit und Schönheit, daß er ungeachtetseiner Zweifel und Besorgnisse es für äußerst verführerisch fand,seine Person in ihrer ganzen Erhabenheit von der Phantasie desMädchens Besitz nehmen zu lassen, weshalb er es über sich gewann,sein Wort frei an sie zu richten.

Es soll geschehen nach Eurem Wunsche, Pfadfinder," erwie-derte er, sobald er mit seinen Zweifeln ins Reine gekommen war;laßt des Sergeanten Tochter, seine bezaubernde Tochter sollteich sie genannt haben Schiedsrichterin sehn, und ihr wollen wirbeide den Preis widmen, den einer oder der andere sicher gewinnenmuß. Pfadfinder muß, wie Sie bemerken, meine Damen, eigen ge-launt sehn, sonst würden wir ohne Zweifel die Ehre gehabt haben,uns dem Urtheil einer Dame ans Ihrer bezaubernden Gesellschaftzu unterwerfen."

Ein Aufruf an die Bewerber führte nun den Quartiermeisterund seinen Gegner hinweg, und in wenigen Minuten begann derzweite Versuch. Ein gewöhnlicher Werknagel, dessen Kopf gefärbtwar, wurde leicht in die Scheibe getrieben, und die Schützen mußtenDer Pfadfinder. 3. Aufl. 14