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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Gerächt? gerade das Gegenteil ftwchte ich.Das tiefe Mißtrauen, der Haß und Groll, den diezehn letzten Jahre in ihnen erregt haben, ist ein ge-pflanzter Gistbaum auch für die nachstzukünftige Zei-ten. Freundschaften sind zerrissen, Gesellschaften zer,stört, jeder Zwanglosen Aeußcrung im Umgänge, dieauf gutem Zutrauen beruhte, sind Ketten und Fesselnangelegt. Die Verfolgung der Unschuldigen endlich,der Hohn, mit welchem sich gegen eigne Ueberzeu-gung, die freche Dummheit gegen den übersehendenVerstand, die dumme Frechheit gegen jede Aeußerung,gegen jede leutselige Mäßigung erhob, werden langenoch fortdauren und böse gahren.

Nichts von dem Allen. Die freche Dummheitist gestraft, wie sie gestraft werden mußte ; die gut-herzige Schwachheit eben so sehr. Keiner hat erlebt,

was er zu erleben gewiß war, und-auch in

meinem Jahrhundert wirds keiner erleben. Die Zeittilget und versöhnt Alles; bald wird man von diesenScenen des mißtrauenden Hasses, der grollenden Ab-neigung und Verfolgung wie von bösen Fieberträu-mcn reden; denen, die sich dadurch am meisten ver-sündigt haben, wird am unwohlsten zu Muthe seyn.Nichts rächt sich harter und ernster als das Unrecht,das man ohne, ja gegen alle Vernunft und Veran-lassung dem Gcmüth eines Schuldfreycn anthat. DerHelle Verstand endlich, die rechnende Vernunft edler,weiser, gütiger Menschen hat mit diesem Katzen -und Hundestreit nichts zu thun; hinweg über sieschwebt er wie ein Genius, und schwingt die Fackelweiter. In seinen Augen ist mein Licht, in seinerSeele meine Ruhe und Klarheit."