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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

Du giebst mir die weinige wieder, Aurora.- Miraller Menschen- und Völkerfreundschaft lasse ich fremdeNationen vollenden, was sie angrfangcn haben. Vonjeher war unsre Nachbarin ein Ferment, zu Deutsch,rin Sauerteig für andre -Nationen. Zn ihr war derHauptsitz des fürchterlichen, weit und weitverbreite-ten Druidendienstes; wahrend der Griechen - undRömerzeiten, wie weit haben^die Gallier Cslonieengesandt und geraubt und geplündert. Gerade tausendJahre sinds, da ihr Kar! der Große (denn gegenDeutschland verfuhr er hart und hat mit seinen An-,lagen uns ein Jahrtausend hindurch als ein bittererFeind geschadet) tausend Jahre sinds, da er Romeinen Pabsi gab, und zum Vertheidiger desselben alsKaiser sich bestellte; die Folgen einer Römischfränki-schen Hierarchie haben sich seitdem nicht über Europaallein verbreitet. Von Frankreich gingen die Kreuz -und Ritterzüge nach Orient aus,, an denen Deutsch-land grob und Seelenlos, d. i. für und wider nichtsLheil nahm; von Frankreich dcrJnquisitivns-Kriegs-geist aus, der Ketzer und Unbekehrte als Wilde undSaraccnen bis zur Ausrottung bekämpfte. Von Frank-reich aus kam der Hochgeist sowohl als die Spiegel-fcchterey des Scholasticismus, der Geist Philipps desSchönen, der Ludwige, der Doch ich sehe, Duverschwindest, Aurora! Sie ist verschwunden.