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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

pigkeit, Ehrsucht rc. haben bey ihnen keinen Zuqang.Ueberall sind religiöse Notionen von größtem Ein-fluß, sie sind der stärkste Zaum gegen Laster, dermächtigste Sporn zu einem würdigen Leben. Wirmögen die Ursachen der Dinge, oder die Handlungender Menschen zu allen Zeiten betrachten, so werdenwir überzeugt, daß nichts wahrhaft Großes und Gu-tes in das Herz dessen kpmmen kann, der an keineGrundsätze der Religion .gebunden ist, der keineProvidcnz glaubt, nichts in jenem Leben hofft oderfürchtet.

Strafe und Belohnung haben das größte Ge-wicht für Menschen; die der Religion am meisten.Halte mein Gebot und Du wirst leben; es sey deinAugapfel. Sprüche Sal. 7, 2. Dabey darf nie-mand den freyen Gebrauch der Vernunft und Unter-suchung aufgeben; ein Mensch von guter Einsichtwird diese Notionen nicht verwerfen, die durch Ge-setze festgcstellt sind.

Die persönliche Autorität des Fürsten thut nichtalles; Gehorsam gegen jede Civil-Macht richtet sichnach der religiösen Furcht gegen Gott.

Was für einen Halt können Obrigkeiten aufdas Gewissen derer setzen, die kein Gewissen haben?was kann man auf Prinzipien derer bauen, die keinehaben? Kein Fürst kann glauben vom Volk respek-tirt zu werden, das Gott nicht respectirt.

Confucius sagt: Ich kann Streitigkeiten hörenund decidiren so gut als irgend Jemand; ich