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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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zur Ad rasten.

Es folgt nicht, daß etwas, weil es ein Vorurthcilist, falsch sei). Werden falsche Dinge früh bcyge-bracht, so liegt der Fehler an denen, die sie bcp-brachten, nicht an denen, die sie annahmen.

Auch in Euclid nimmt man verschiedene Pro-positionen simpliciter an; und überhaupt ncbmenMenschen Schlüffe in allem an, ohne Deduktion derWissenschaft. Wie Gottesfurcht, Vorschriften der El-tern und Lehrer, die Weisheit der Gesetzgeber, ge-sammelte Erfahrung der Zeitalter, die Stelle der Be-weise vertreten: so sind Disciplin, Notionen, Con-stitutionen , menschliche und göttliche Gesetze eben soviele Wegweiser, die dem Menschen den Weg zei-gen , welchen er zu gehen hat. Es müssen also un-ter ihnen die Stützen des Menschengeschlechts, Treuund Glauben seyn und bleiben; der undcnkendeThcil von jedem Alter, Geschlecht und Stande, mußdiese Notionen empfangen, und ihr Glaube an sieerhalten werden.

Die neuern Entwürfe, die Religion und Moraltrennen wollen, sind unvernünftig, und der bürger-lichen Gesellschaft schädlich. Man sehe nur den wil-den Zustand indisciplinirter Menschen, deren Seelemit keiner Doctrin genährt, von keiner Instruktiongebrochen, durch kein Prinzip gouvcrnirt wird; manzieht Wilde an. Was man an ihnen bewundert, istnicht Unschuld, sondern Unwissenheit; nicht Tugend,sondern Nothwcndigkeit; dies selbst ist auch bc» Thie-ren. Gieb ihnen nur die Mittel zu überschreiten,und sie kennen keine Grenzen.

Dagegen eine Societat von Menschen in Prin-zipien des Ehristenthums genau erzogen: Geiz, Uep-