heit zeiget; Bemühungen dieser Art setzet sich dieAkademie vor. Aus allen Provinzen werden dieMitglieder bey ihrer Versammlung einen kurzen,wahren Bericht von dem erstatten, was in ihrer Pro-vinz sür die Menschheit an öffentlichem Guten ge-dacht, gewollt, bewirkt ist: sie werden dadurch dieMitglieder andrer Provinzen aufmuntcrn und beleh-ren, oder gegenseitig von ihnen aus Erfahrungen der-selben freundschaftliche Berichtigung, Aufmunterungund Lehre entnehmen. Die Landesherren oder ihreRathe, die vielleicht selbst der Akademie zuweilenbevwohnen, oder durch die Mitglieder ihrer Pro-vinz von den Nathschlagen und Ueberlegungen derVersammlung Nachricht erhalten, werden ohne Schmei-chelet) und Verlaumdung wie auf einem freycn Schau-platz die Stimme der Wahrheit auch aus andernProvinzen hören und sich gewöhnen, sie hören zumögen. Denn von ihren edlen und guten Einrich-tungen werden die Akten der Akademie gleichsam einforkqehendes Tagebuch, mithin in einigen Jahren dieAnnalen der Menschlichkeit, allgemeinen Billigkeitund Weisheit unsrer Nation werden. Der Starkewird den Schwachen begeistern, der Erfahrne denWohlmeynenden belehren, .auch entfernte Provinzenund verschiedene Religionen werden sich einander ken-nen, ertragen und lieben lernen; so daß nicht nurmanche gelehrte Streitigkeit, manches Vorurtheil,das nur auf Unwissenheit beruhte, dadurch Wegfällen,sondern auch eine Nacheiferung erweckt werden dürf-te , an der die größestc und kleinste Provinz Theilnimmt. Es verstehet sich von selbst, daß Alle An-züglichkeiten gegen Landesherren und ihre Diener,gegen Religionen und Gelehrte, sowohl aus den
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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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516
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