Diese und andre Ursachen haben einige FürstenDeutschlands auf den Gedanken gebracht, eine ausmehreren und vielleicht einst aus allen Provinzen ge-sammlete deutsche Akademie mit ihrem Anse-hen und ihrer Unterstützung zu bekräftigen. Es warschon unsres unsterblichen Leibnitz großer Gedanke,in mehreren Provinzen Deutschlands Akademien derWissenschaften anzulegen, und sie unter einander zuverbinden. In Berlin brachte er sein Werk zu Stan-de; Zeitumstände und endlich der Tod hinderten ikn,daß er in Dresden und Wien seinen Zweck nicht er-reichen konnte. Das Bedürsniß der Zeit hat sichseitdem geändert, indem es an Akademien und So-cietaten der Wissenschaften in unserm Vaterlande we-niger, als an einem Vereinigungspunkt meh-rerer Provinzen zur allgemeinen, prak-tischen Geistes- und Sitten? ultur fehlet.Die deutsche Akademie tritt also keinem der schonvorhandenen ruhmwürdigcn und verdienten Institutein den Weg: sie läßt jeder Akademie und Societatdie Erweiterung und Bearbeitung der Wissenschaften,die für sie gehören; vielmehr hoffet sic von ihrenBemühungen selbst Nutzen zu ziehen, sofern solchezu ihrem Zweck dienen. Dieser ist kein andrer, alsVereinigung der getheilten, zum Theil unbekanntenund zerstreuten Kräfte zu Einem Ziel der patrioti-schen Aufklärung. Alles, was dahin abzwcckr, ge-hört für diese Akademie; cs betreffe solches dasWerkzeug unsrer Gedanken, die Sprache; oder jedeWissenschaft, sofern sie nach der jetzigen Zeitenlagezum Wohl unsres Vaterlandes gehöret. Alle klein?
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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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511
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