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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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512
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Nachlese

fügige Partheylichkeit, jede Verachtung andrer Pra-vinzen und Religionen wird von ihr ausgeschlossensepn; denn Alles, was in Deutschland lebt, kannund soll für Deutschland wirken und denken. Keingetheiltes politisches Interesse einzelner Reichsstandesoll wissentlich je die Ruhe ihres Kreises, die Klar-heit ihres Unheils oder den reinen Eifer ihrer Be-mühungen stören: denn Deutschland hat nur EinInteresse, das Leben und die Glückseligkeit des Gan-zen. Zu diesem Zwecke ist cs schwer, ausschliessendeKlassen ihrer Arbeiten und Bemühungen anzugeben;und zum Thci! sind diese Klaffen mißlich, weil siemeistens mit der Zeit zu drückenden Einschränkungenwerden. Einige Linien indeß waren diese:

i. Die Sprache. Die Glieder der Akade-mie werden sich nicht nur selbst bemühen, in ihrenSchriften Muster der Reinigkcit, Starke und jenerungekünstelten Einfalt zu tvcrden, die unsre Nationihrem Charakter gemäß, am besten kleidet; sondernsie werden auch, jeder aus seiner Provinz, die Schrif-ten nennen und mit dem ihnen gebührenden Ruhmebezeichnen, die dies Gepräge an sich tragen. DieAkademie hoffet dadurch und durch ihre gemeinschaft-liche Bemühungen überhaupt, zur Verbreitung dieserSchriften etwas beyzucragen, und indem sie entwederruhmwürdige Preise aussetzt, oder vorzügliche Schrif-ten, die ihr dargcbracht werden, mit Preisen belohnt,auf mehrere Weise dem oft unterdrückten Guten em-porzuhelfen. Kür despotischen Gesetzen über die Spra-che wird sie sich mit größester Sorgfalt hüten; da-gegen sich desto mehr befleißigen, durch Beobachtun-gen