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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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zur Adrastea.

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zur Sache gehörige Verstandeösylben in Bewegung.Der Spruch wird, wie die Altdeutsche Rcchtssprachelautet, nach Erkenntniß der Sache gefunden.

Hartsinnig werden Sie also bei) diesem Findenauch nicht werden: denn nur der Suchende findet.Oder wir müßten der ganzen menschlichen Spracheuns nicht bedienen: denn auch in ihr schaffen wirnicht, sondern wir finden. Längstcrfundene Wortesuchen wir auf zu Auslegung unsrer Gedanken; jegerechter, um so treffender; sonst müßten wir neueWorte und in jenem Fall neue Sprüchworte erden-ken;, wer wehret uns solches?

Da indeß viele Regeln menschlicher Denk- undSittenweise da sind, scharf ausgedruckt und durchdie längste Erfahrung bewähret; warum sollten wiruns den Gebrauch dieses vorhandenen Seclenreich-thums versagen? Werden wir doch unvermerkt durchRegeln, meistens durch Aussprüche und Dicta erzo-gen, und erziehen uns selbst durch solche. Daß alsoKindern, Jünglingen dergleichen zu rechter Zeit, nieohne den Fall der Anwendung gesagt, d. i. aus ih-rer Seele gerufen werden, wer könnte dies tadeln?Nicht gelehrt werden sie ihnen, sonder» erweckt inihrer Seele; und wenn sie ihnen in Lesebüchern, inVorschriften vorgedruckt, vorgeschrieben werden, nochsind sie nur Erinnerungen. Und warum sollte mansie nicht an das Beste, das in ihnen liegt, am an-gelegensten erinnern?

Unbewußt oder bewußt handeln wir alle nachSprüchen und Sprüchwörrern, oft nach sehr aber-gläubigen und falschen. Oft stehen wir wie Buri-dans Esel zwischen zwepen, wendend den Kopf zur-Herders W. Lit. u. Kunst. XII. I i Rückte.