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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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496
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Nachlese

^ St-alle wachen und sie alle melodisch beleben sollte,schläft. Dazu ist der Spruchrichter meistens ein stol-zer Richter; er hat gesprochen und es gilt, wennsein Spruch gleich aus Weiß Schwarz, aus SchwarzWeiß machen sollte.Wenn Du zu Recht stellest,"(sagt eine Altdeutsche Handschrift) so mußt Du einenMann heischen allzeit; so giebt Dir der Vogt Einen.Darnach heische noch Einen zur Besserung; so giebter Dir einen zur Besserung. Wann dieselben Män-ner aufgestandcn, so sage ihnen, worauf Deine Sachestehet, und wann du kannst ein Spcüchwort anhan-gen , so thu es: dann nach Sprüchwocten pflegendie Bauren gerne zu sprechen*)." So weilandSancho-Panssa. Gehaben Sie sich wohl.

Gegen - Antwort.

Für die Fibern Ihres Gehirns sorgen Sie nichtKey Anwendung der Sprüchwörter: denn jede An-wendung will einen neuen Fall. Dieser muß über-sehen und in allen Umständen erkannt werden; sonstist das Sprüchwort ein blinder Laut, den allenfallsauch der Esel sprechen könnte. Eben die genaue An-wendung auf den gegebenen Fall, die Verknüpfung desAllgemeinen und des Besondern, sie macht die Kunstdes Sprechenden aus und setzt gewiß, falls IhrOhr-gedachtniß vom Verstände nicht ganz getrennt ist, alle

zur

*) Haitaus Zlossar. x. 1710.