denke das Ende! n. f. im Munde führten. Wereinen Spruch der Art sagt und ihn oft, sogar alsWeisheit saqt, was ist er? was wird er? SeineVernunft verkriecht sich endlich in diese Worte, wiein eine leere Schaale und — vertrocknet.
Trauen Sie nie Menschen, die Gemeinplätzeim Munde führen; eben brinqen sie solche aus, da-mit sie nach Belieben handeln mögen. Um die Händefrey zu haben, besckäfkiqen sie das Anqe mit eurerweiten großen moralischen Aussicht; sie wissen, wassie dabey zu thun haben.
Und wie beschränkend ist ein solcher Spruch!Je allgemeiner, desto beschränkender ist er. Er fes-selt an hohle Ausdrücke, an leere Worte. Er sprichtvon einer großen Heerde Löwen, Schaafe oder Zie-gen , ohne daß Du ein Einziges vor Dir sichest.Gehe nun hin und suche Dir Schaafe und Ziegen,damit Du be» dem Reichthum im Allgemeinen, woDu Alles und Nichts hast, doch auch im Besonder»Etwas wirklich habest.
Zudem, wer ans Allgemeine denkt, vergißt mei-stens das Besondere. Wer eine Gcmeinregel imKops hat, übersieht meistens Umstände des Falls,der ihm vorliegt; besondre Umstände eines besonder»Falls, die vielleicht eine andre Regel, also auch eineneue Ansicht erfodern, als ob keine Regel da wäre.Sprüchwörter machen die Seele stumpf, man verlaßtsich auf alte, gelernte Weisheit, um selbst weder zuhören, noch zu denken. Die Fidcrn des Gehirns,einseitig gerührt, werden stumpf ben solchen zuletztohne Sinn wiederholten Klängen, indeß die andernFibern schlummern und der innere Sinn, der über