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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

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Gehen Sie Ihre Deutsche» Sprüchwörter undBlumengärten unpartheyisch durch; neben den vor-trefflichsten Gewachsen des Deutschen Witzes undScharfsinns, der deutschen Biederkeit und Rechks-iiebe werden Sie eine Menge so zäher Sprüche, sohinläfsiqer, niederträchtig-duldsamer Sentenzen finden,daß man wider Willen an den Ausruf jenes biedernDeutschen denken muß:Ein Hundsf- der Ebreim Leib' hat; Herz muß man haben." Schon inden Kreuzzüqen war der tapfere kUrorDsutoniLug,Herz im Leibe" ohne Verstand und Ehre im zweck-losen Angriff, ein Sprüchwort; die deutsche Geschichtehat die czusrsllss ^.Ilsrnanckes ohne Kopf und Endesowohl als die folgsame Herzhaftigkeit ohne Zweckund Ehre auch gnugfam bewahret. Sprüchwörterder Art, sobald sie sich mit Niederträchtigkeit trösten,oder den Kopf schütteln, und mit einem endlosenKommt Zeit, kommt Rath" hinter dem Ohr suchen,was nicht da ist, wünschte ich ausgetilgt und verwor-fen. Dagegen gebt uns muntre oder aufmunterndeSprüchwörter, Römische oder Spanische rskranes,deren wir sehr bedürfen; sie athmen Ehre und An-stand , Abscheu vor Niederträchtigkeit und ehrlosemGehorsam. Daß dieser Brief nicht von einem Ther-sites seiner Nation geschrieben sey, soll, wenn sie eingeduldiger Deutscher sind, ein andrer Brief bezeugen.