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deutscher Autor; die bezahlt der Verleger, die liestman begierig.
Und sie werden geschrieben. Welche Nation hatmehr geheime und öffentliche Krambuden schlechterAnekdoten, zweckloser Schmähungen der Regenten,die durch dies Pasquillenwelen, (daher sie cs auchnicht stören) über Lob und Tadel hinausgesetzt sind,als die Deutsche? Keine Nation als die unsrige hatein stehendes Heer von Schrifstcllern, die, mit stol-zer Verachtung aller Brauchbarkeit im Dienst desgemeinen Wesens, von Makulatur leben. Sie ha-ben genau berechnet, wie mittelmäßig ein Buch seynmuffe, damit es, wie sie sagen, interessice, d. l. all-gemein gelesen werde: denn ganz guten Büchern heißtes, geschieht dies nicht. Und sie werden gelesen; sieunterhalten und verderben den Geschmack der Nationweiter.
Welche Nation ists, die ihren eignen Namenals Schimpfwort nicht nur duldet, sondern selbst aus-spricht. „Ich will es Dir Deutsch sagen" heißt:„ich will es Dir platt und grob sagen, daß Du esfühlest. Ich will es Dir verdeutschen." Und gewiß,die schönsten Schriften, die zartesten Charaktere an-drer Nationen haben die Deutschen sich verdeut-schet. Von alten Zeiten her, was ward die A e-neis in Veldecks, was ward Rabelais inFischarts, was ward Quevedo in Mo sche-re sch Händen, gerade durch die Deutschen Zutha-ten, die sie ihrer Urschrift gaben. Diese Verdeut-schungsgabe durch eigne Zulhat ist nicht ausgestorben;Cervantes, leSage, und wer nicht? zumaldie humoristischen und Thcaterfchriftsteller der Aus-