zur A d r a s t c a.
,'3
logie und Bilderlehre der Griechen in einer reinenGestalt philosophisch, historisch, ethisch zeigte; weruns nach dem Fortgange der Zeiten eine Ikono lo-gie der Künste des Schönen, eine Symbolikmenschlicher Begriffe überhaupt gäbe, welch ein lehr-reiches Werk lieferte Der! Er belauschte den mensch-lichen Geist in seiner geheimsten Werkstatte, wo erliebevoll erfindet, formt, nennet und bezeichnet; erbelauschte ihn aber auch auf seinen Lust- und Irr-gangen, in denen er sich oft zu lange anmuthig ver-weilte.
Fünftens. Rohen, den Geist und das Herzeiner Nation entehrenden Gemeinsprüchen kündigeman entschlossen den Krieg an. Wo Niederträchtig-keit spricht oder wo Rache schnaubet, Sprüche, diemit sophistischer Kunst das Recht verkehren, oder mitknechtischem Ngchgeben sich über Entehrung trösten,sollten aus der Sprache menschlicher Gesinnungeneben so verbannet scyn, als kecke Aussprüche des an-maaßenden Stolzes. An keiner dieser Spruch-Artenfehlt es den Deutschen; sie sind, wo nicht Gemahldehie und da herrschender Sitten, so gewiß Ueberblcib-sel alter roher Zeit. Langst ward den Deutschen ronmehreren Völkern Schuld gegeben, daß ihr gukmü-thiger Gehorsam sich in ein schläfriges Nachgeben,ihre Scheu der Hoffarth in Niederträchtigkeit, ihrbedachtsames Wesen in eine Kopflosigkeit verliere, dienie das Ende zu finden weiß; Aussprüche, die fürAxiome des Rechts und der Wahrheit gelten, d. i,Gemeinplätze und Sprüchwörter sollen diese National-fehler weder unterstützen noch rechtfertigen. AllesNiedrige, platte, schlaff Complimentirende, nie zur
Hh 2