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Nachlese
heilen betete es sie cm, kleidete sie in Symbole ei»,oder drückte sie durch Geberden, Worte, Gebräucheaus und heiligte diese Worte *).
Glücklich, wenn von den Erfindern nur Wahr-heit geheiligt, und auch als solche von den Em-pfängern erkannt und genossen ward! Eombinirteman unverständig, falsch, flüchtig, ließ man diePhantasie allein schaffen und wirken, so erfand manTraume, und ging oft Jahrhunderte in Träu-men einher. Natürlich wurden diese Träumereyensodann immer verworrener, weil das erste bedeu-tungsvolle Moment der Erfindung und Em-pfindung vorüber war, und man jetzt unter ganz an-dern Umständen alte verlegene Worte nur nachlallte.Hatte selbst der Verstand übel symbolisiret, und ent-weder zu verstehen geglaubt, was er nicht verstand,oder hatte er das Wohlverstandne kraftlos bezeich-net, so bauele man dort auf Vorurtheilen und Jrr-thümern, hier auf schlaffen Ausdrücken fort, und re-dete die Sprache des halben Sinnes und Un-sinns weiter. Ein unerläßliches Geschäft ists alsodem fortwirkenden menschlichen Verstände, daß ersein altes, sein frühes Jugendwerk munter forltrei-be, unverdrossen sich selbst ausarbeite und läulre. Dieallgemeinen Begriffe einer Sprache sind leitende oder
*) Wie schwer es z. B. den Egyptern geworden, dieOrdnung eines Jahres zu bezeichnen, fest zu stel-len und im Andenken zu erhalten, entwickelt eineSchrift, die man als den ersten Schlüssel zur äl-testen Sprache durch Symbole ansehen kann,Dorneddens P h a m e n o p h i s, fortgesetzt inEichhorns allgemeiner Bibliothek B. ro. St. 2,U. f.