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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

geht, eben deshalb zurücksetzen zu dürfen glauben,dem groben federnd - Stolzen dagegen freundlich undgewärtig den Nacken darbieten, um etwa hinter demRücken ihm nachzuspöttcln ; eine solche Mischung derwiderwärtigsten Dinge, die man uns Schuld giebt,wäre sie der einfachen, herzhaften, redlichen Deut-schen Charakter? Gewiß nicht. Von Publicistenund Gehcimschreibern, von Hof- und Schulfüchsenist er ihnen angezettelt, aufgezwängt, aufgeschwänzt-Gutwillig geben sie sich hin, und wurden und wer-den gemißbraucht.

Woher, daß aus so manchen Anfangs wchlge-meynten Anstalten zu Bildung der Spra-che und des Geschmacks in Deutschland we-nig ward? Weil die Großen damit nur spieltenund das Ernsthafteste ihnen nur eine Hoflustwurde, die man, übergesättigt, als abgeschmackt«egwarf. So z. V. die FruchtbringendeGesellschaft des siebenzehnten Jahrhunderts;sie spielte mit Namen, Bildern und Reimen alseine H o fm a s ker a d c; die 63 Herzoge, 64 Für-sten, 89 Grafen, 640 Edclleute, die sic als Mit-glieder zählte, was habe» sie gefruchtet? Unglück-lich, daß die Deutschen von jeher mit Namen, Ti-teln, Inschriften und Bildern spielten. Immerwurden sie dadurch vom ernsten Zwecke verlockt, bisdieser verschwand wie ein Regenbogen in Wolken.

In Schriften wie im Leben lasset uns der Ei-telkeit entsagen, so Hort die Verführung zu nie-driger Eitelkeit von selbst auf. Niemand erlaubesich ein unehrliches (mal-honettes) Lob, wäre es«uch des Lobenswürdigsten Fürsten und Herrn, Pa-