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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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zurAdrastea.

Wir haben viel für unsre Nation zu bitten;Eine der nothwendigstcn Bitten scheint die, daß derHimmel sie vor eitlem Stolz, mithin (dennbeyde sind unzertrennlich) vor Niederträchtig-keit bewahre; oder sollte dieser Flecke auf uns seyn,daß er ihn, wenn auch mit der schärfsten Lauge,wegbeize. Kriechende Gefälligkeit, ein schales Loben,wo nichts zu loben ist, sinnlose Titular- und Bück-lingsschmeicheleyen, die alle gerade Anrede der Men-schen und Stände gegen einander anfheben, die Kanz-leyen ermüden, und den Geschästsstyl nicht nur,sondern oft die gesunde Vernunft verderben, jenesüßliche Hingabe, die man (man verzeihe der nie-drigsten Sache einen niedrigen Ausdruck) kaum an-ders, als Deutsche Hundsfötterey nennenkonnte, legen uns treudevotest zu Füßen derMajestät Orrllnsss. Die meisten Nationen Euro-pas haben sich diesen Wort-Praß erleichtert oderihn weggeworfen, weil er, die Larve knechtischerFalschheit, den Charakter einer Nation ab stumpft;jedem Vortrage seine Richtung und Schärfe nimmt,und die ganze Rede in einUm den Brey gehn"verwandelt, zu dem wir Deutsche am wenigsten ge-macht sind. Und eben wir Deutsche tanzen nichtnur noch in diesem Spanischen Mantel; sondernunsre F o r m u l a r i sten fetzen in diesen Tanz so-gar alle Kunst ihres Geschäftes, so daß sie vor lau-ter falschen Umschreibungen und Titular - Brückenzur Sache, zu Person und Geschäft nicht kommenmögen. Und wenn wir mit dieser Kriecherey jenenEhinesischen Stolz vermählen, Uns und das Unsrigeals das Erste in aller Welt loben; wenn wir (Ab-grund der Niedrigkeit) den, der höflich mit uns um-