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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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Nachlese

rcn mit Großkronbeamten, Ministem und Mäcena-ten so reich und dick besetzt, daß von ihnen nie gnugzu singen und zu sagen war, ob sie gleich selbst,dem größesten Theil nach, Verse und Schulfüchseverachteten, jene weder lasen noch verstanden, über-haupt aber für die Wissenschaften nichts thaten. He-raus Entwurf zu Aufrichtung einer DeutschenSprachgesellschaft, so hoch er angestimmt war, wardso wenig beachtet, als Leibnitzens treffliche Vorschlä-ge für die Wissenschaften (das einzige Berlin aus-genommen) Gehör fanden. Desto lauter pries man,was. noch nicht geschehen war, und sah sich bereitshoch über allen 'Akademien Ludwigs. Jede Stan-de-ttrhöbung und Hoflustbarkeit empsteng als denWissenschaften und dem Ruhm Deutschlands höchsterfreulich, die unterthanigsten Acclamationen. AlsFriedrich I. die preußische Krone aufietztc, alsein neunter Ehurfürst ernannt ward, als Hannoverdie Krone Englands erlangte, als die Königin Ka-roline dahinging u. f. f., Himmel, welche Zurüfeüber den nunmehr erstrebten höchsten Ruhm Deutsch-lands! Mit jeder neuen Staatshcrclichkcit erschieneine neue goldne Zeit, die höchste Glücksvcränderungdes höchstglücklichen Vaterlandes. Dergleichen Glücks-falle trugen sich nun so oft zu; und weil sie biszum gemeinsten Land-Edelmann, zum Lehrer jederUniversität der zahlreichen Universitäten Deutschlands,zu jedem Rathsgliede und Beamten der zahlreichenReichsstädte und derselben sämmrlichen hochpreisli-chen Familien Hinabstiegen, welch ein reiches Felddes Jubels war seiner Hofreichen und Neichsherrli-chen Einrichtung nach Deutschland!