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Nachlese
Hofmanns waldau waren, seit die Welt stand,keine Poeten gewesen; der göttliche Schurzfleischübertraf alle *). Auf jeder Universität Deutschlandsglanzten, brannten und flammten Lichter, vor denender Erdkreis sich neigen mußte; Key jedem Prorek-toratwechsel ging eine neue Sonne auf Ein Dok-torgrad war die höchste Würde der Sterblichkeit, di«in feuriger Glut also besungen ward:
Bey deiner Lorbeer» Pracht wallt meiner WünscheLoh,
Ein Zunder fachet an mein feuriges Bemühenu. f.
Zu dieser Aufgeblasenheit gesellte sich noch einebesondre Unart. Fast lobte man keinen Deutschen,ohne daß man die Ausländer grob schmähte. Amübelsten ging es dem Erbfeinde des Deutschen Reichs.Denn, sagte man fein und witzig:
Denn wenn man einen Bel-Esprit ***)
Aus Frankreich in Person aufDeutsche Boden sieht,
So glaubt man allezeit, daß der Akademist
Ein Gaukler und ein Gaudieb ist.
Wie in aller Welt kamen die Deutschen, denensonst das Lob männlicher Bescheidenheit gebührte, zudiesem ecklen Selbstlobe? Wie kamen sie, denen sonstkalte Billigkeit in Schatzung fremder Verdienste eigen
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) S. die Vorrede zu des Schlesischen Helikons aus-erlesenen Gedichten. r6gg. Unverschämteres kannman nichts lesen.
> Lnrtbol. Feindes deutsche Gedichte. 1708.
) Esprit ist zu lesen, daß es mit sieht reime.