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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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- - Doch Seufzer, haltet still! Verzehreteuch, ihrZähren,

Die Sonn geht zwar zur Ruh nach wohl-vollbrach-tem Lauf;

Der Himmel aber will schon wieder sich verklären,

Es geht im Orient ein' andre Sonne auf,

Die durch des Höchsten Gnad wird immer hö-her steigen,

Bis daß sich Sonne, Mond und Sterne vor ihrneigen. U. f. *).,

So schrieb man, so versetzte man zu Anfängedes verlebten Jahrhunderts in Deutschland. Mitwenigen Ausnahmen tönte dieser leere Posaunentonvon der Nord- und Ostsee zum Rhein, zur Donau,zu den Alpen. Von der höchsten Majestät an inbeyden Geschlechtern, mit eingeschloffen den neuge-bohrnen Prinzen von Austurien, durch alle Chur-und Fürstenhäuser, durch neunhundert neun undneunzig regierende Höfe - und Domkapitel, vollhoch-und hochwohlg.bohrNer Mäcenaten, Excellenzen, leb-ten allenthalben erhabne Wunder der Welt, unver-gleichbare Muster in jeder Vollkommenheit und Tu-gend, in jeder Wissenschaft und Kunst, vornamlichaber in der Dichtkunst. Wie Lohenftein und

*) Pomona oder aufgesammlete Früchte der Ein-samkeit von verschiednen poetischen Deutschen auchandere Gedanken und Erfindungen. Nürnb. 1728,Der Verfasser war kein gemeiner Dichter, son-dern Sr. Kaiser!. Mast wirklicher, Sr. Chur-sürstl. Eminenz und Gnaden geheimer Rath,seiner Republik Duumvir, Kaiser!. Prator u. f. f.